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Braucht Leipzig ein Einheits- und Freiheitsdenkmal?

Die Friedliche Revolution liegt jetzt 20 Jahre zurück. Leipzig war wesentlich an dieser Entwicklung beteiligt. Die Bilder der Leipziger Montagsdemo gingen um die Welt. Heute ist die Erinnerung bei manchen Menschen verblasst, die Nachgeborenen sind auf die Erzählungen ihrer Eltern angewiesen. Die Ereignisse von damals werden z. T. heute von "Honeckers Erben" umgedeutet.

Die Revolution von 1989 war ein friedliche Revolution, die zu Freiheit im Osten Deutschlands und letztendlich zur Einheit der deutschen Nation führte. Ein Volk definiert sich über seine Kultur und Geschichte. Wesentlicher Bestandteil einer geschichtlichen Erinnerungskultur sind Denkmäler an den Orten der Erinnerung. Als solcher Ort kommt in Leipzig nur die Nikolaikirche oder der Augustusplatz in Betracht. Der Augustusplatz eignet sich hierfür städtebaulich und als zentraler Ausgangsplatz der Montagsdemonstrationen sehr gut.

Der von Oberbürgermeister Burghard Jung ins Gespräch gebrachte Leuschnerplatz mit der Sichtachse zum Völkerschlachtdenkmal steht in dem völlig anderen geschichtlichem Zusammenhang der napoleonischen Befreiungskriege der europäischen Völker gegen die französische Fremdherrschaft. Der Leuschnerplatz als Standort für das Einheits- und Freiheitsdenkmal würde nicht den tatsächlichen Ereignissen von 1989 gerecht, nämlich dass die Ostdeutschen sich aus eigner Kraft von einer menschenverachtenden Diktatur befreiten.

CDU Ortsverband Leipzig-Altwest

Volker Richert Vorsitzender

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